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Energienews


14.11.2017

AG Energiebilanzen: Energieverbrauch steigt 2017 um mehr als 1 %

Der Verbrauch an Primärenergie lag in Deutschland 2017 nach neun Monaten knapp 2 % über dem Wert des Vorjahreszeitraumes.

Höhere CO2-Emissionen als 2016

Aufgrund dieser Prognose geht die AG Energiebilanzen davon aus, dass die nationalen energiebedingten CO2-Emissionen 2017 leicht steigen werden. Nach neun Monaten erreichte der Primärenergieverbrauch in Deutschland eine Höhe von 9971 PJ und lag damit um 1,9 % höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Für den Verbrauchsanstieg sind vor allem die positive Konjunkturentwicklung sowie die etwas kühlere Witterung zu Beginn des Jahres verantwortlich.

Mehr Mineralöl und deutlich mehr Erdgas

Der Verbrauch von Mineralöl erhöhte sich insgesamt um 2,6 %. Zu dieser Entwicklung trugen praktisch alle Produkte bei: Der Verbrauch von Flugkraftstoff erhöhte sich um knapp 6 %. Diesel- und Ottokraftstoffe lagen mit 3,1 % beziehungsweise 2,4 % im Plus. Der Absatz von leichtem Heizöl verzeichnete einen Zuwachs von gut 5 % und die Rohbenzinlieferungen an die chemische Industrie stiegen um knapp 2 %.

Der Erdgasverbrauch lag 9 % höher als im Vorjahreszeitraum. Hauptursache für den Anstieg war der Mehreinsatz von Erdgas in den Kraftwerken zur Strom- und Wärmeversorgung. Zuwächse verzeichnete der Erdgaseinsatz auch in der Wärmeversorgung und in der Industrie.

Erneuerbare und Gas verdrängen Steinkohleverstromung

Die Anteile der Energieträger im nationalen Energiemix haben sich in den ersten neun Monaten 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verschoben. Bei Mineralöl, Erdgas sowie erneuerbaren Energien stiegen die Anteile am Energieverbrauch.